Fragment von Tora-Aufsätzen
Reproduction

InventarnummerLg. 63104.007
TitelFragment von Tora-Aufsätzen
ObjektbezeichnungFragment
EntstehungsortWorms Stadt
Datum 1830 - 1850
MaterialSilber
Format
Höhe: 7.5 cm
Breite: 16.5 cm
Tiefe: 10 cm
Breite: 16.5 cm
Tiefe: 10 cm
BeschreibungDiese Tora-Aufsätze zählen mit zu den durch Brandeinwirkung am stärksten zerstörten Objekten in der Sammlung des Museum für Franken und bestehen aus insgesamt zehn Fragmenten. Erhalten haben sich neben einem Schaft nur Kronenspangen in Form von Akanthusblattbändern, fünf Glöckchen und ein kleiner Rest der Kette. Mangels Vergleichsbeispielen ist ein Vorschlag zur Rekonstruktion nicht möglich. In zwei Fragmente sind der Fuß eines Bechers oder Bsamim-Turms und ein konisch zulaufender Stab, vielleicht das Fragment eines Tora-Zeigers, verschmolzen.
Der Schaft des Tora-Aufsatzes trägt das Meisterzeichen des Wormser Goldschmieds Peter Haack. Es überrascht, in diesem Bestand einen Ritualgegenstand eines Wormser Goldschmieds vorzufinden. Theodor Harburger hat in seinem Inventar von über 800 Silberobjekten kein einziges Objekt dieser Provenienz nachgewiesen. Der Hersteller, Peter Haack, scheint jedoch auf Judaica spezialisiert gewesen zu sein. In der während des Novemberpogroms 1938 größtenteils zerstörten Sammlung des Museums der Israelitischen Gemeinde Worms befanden sich ein Tora-Zeiger mit seinem Meisterzeichen sowie zwei Kiddusch-Becher, die die Meistermarke Peter Haacks trugen.
Der Schaft des Tora-Aufsatzes trägt das Meisterzeichen des Wormser Goldschmieds Peter Haack. Es überrascht, in diesem Bestand einen Ritualgegenstand eines Wormser Goldschmieds vorzufinden. Theodor Harburger hat in seinem Inventar von über 800 Silberobjekten kein einziges Objekt dieser Provenienz nachgewiesen. Der Hersteller, Peter Haack, scheint jedoch auf Judaica spezialisiert gewesen zu sein. In der während des Novemberpogroms 1938 größtenteils zerstörten Sammlung des Museums der Israelitischen Gemeinde Worms befanden sich ein Tora-Zeiger mit seinem Meisterzeichen sowie zwei Kiddusch-Becher, die die Meistermarke Peter Haacks trugen.
DokumentationSieben Kisten mit jüdischem Material : Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute