Bsamim-Turm
Reproduction
InventarnummerS. 44574
TitelBsamim-Turm
ObjektbezeichnungBessamimbüchse
EntstehungsortBerlin
Datum 1854 - 1860
MaterialSilber
Technikgegossen, geschnitten, graviert
Format
Höhe: 16 cm
Breite: 6.5 cm
Durchmesser: 4.8 cm
Breite: 6.5 cm
Durchmesser: 4.8 cm
BeschreibungAuf einem gebauchten Fuß mit getriebenen, floralen Motiven sitzt ein sich nach oben verjüngender, runder Schaft. Darüber befindet sich das zylindrische, ebenfalls mit floralen Motiven versehene Gehäuse mit einem Türchen zum Einfüllen der Gewürze. Auf seiner Oberseite sitzen zwei Fähnchen und eine konisch zulaufende, perforierte Turmhaube, deren Abschluss eine Kugel mit darauf sitzendem (heute fehlenden) Fähnchen bildet. Die gegenläufig konisch zulaufenden Schäfte und Turmhauben und der durchbrochene Gewürzbehälter sind typische Merkmale von Berliner Bsamim-Türmen der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.
Der Bsamim-Turm weist das Berliner Beschauzeichen sowie das Meisterzeichen von Zadek Levine Friedländer auf. Zadek Levine Friedländer betrieb ab 1829 in Berlin eine Werkstätte und ein Geschäft für Silberwaren. Nach seinem Tod 1861 führten seine Söhne den Betrieb als „Hofjuweliere Gebrüder Friedländer“ weiter. Ab 1904 befanden sich die Werkstätten in erster Lage an der Ecke Unter den Linden / Wilhelmsstraße. Die Firma ließ sowohl im eigenen Haus Silberwaren produzieren, kaufte aber auch bei Silberwarenfabriken wie Koch und Bergfeld in Bremen zu. 1938 wurde die Firma von dem Unternehmer Kurt Herrmann (1888-1959) „arisiert“.
Der Bsamim-Turm wurde 1949 - als erster jüdischer Ritualgegenstand der Sammlung nach 1945 - im Würzburger Antuquitätenhandel erworben.
Der Bsamim-Turm weist das Berliner Beschauzeichen sowie das Meisterzeichen von Zadek Levine Friedländer auf. Zadek Levine Friedländer betrieb ab 1829 in Berlin eine Werkstätte und ein Geschäft für Silberwaren. Nach seinem Tod 1861 führten seine Söhne den Betrieb als „Hofjuweliere Gebrüder Friedländer“ weiter. Ab 1904 befanden sich die Werkstätten in erster Lage an der Ecke Unter den Linden / Wilhelmsstraße. Die Firma ließ sowohl im eigenen Haus Silberwaren produzieren, kaufte aber auch bei Silberwarenfabriken wie Koch und Bergfeld in Bremen zu. 1938 wurde die Firma von dem Unternehmer Kurt Herrmann (1888-1959) „arisiert“.
Der Bsamim-Turm wurde 1949 - als erster jüdischer Ritualgegenstand der Sammlung nach 1945 - im Würzburger Antuquitätenhandel erworben.
DokumentationNeuerwerbungen des Mainfränkischen Museums Würzburg 1946-1956
Sieben Kisten mit jüdischem Material : Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute
Sieben Kisten mit jüdischem Material : Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute